TSV Steinhilben 1903 e.V. Abteilung Jedermann

Vom 20.-23. September 2018 hieß es für die Jedermänner des TSV Steinhilben zum 29. Mal : "Der Berg ruft".

Nach der Anreise am Donnerstag über den Fernpass und den Brenner, ging es für die 18 Mann starke Gruppe,  nach dem Bezug des Quartiers im Hotel Bellevue in Wolkenstein, zur traditionellen Eingewöhnungstour. Von der Talstation der Seilbahn Col Raiser stiegen die Steinhilber zur urigen Gamsblut-Hütte auf, von wo man das gesamte Panorama der Langkofelgruppe, des Sellamassives und der Geislerspitzen bei strahlendem Sonnenschein zu Greifen nah vor sich hatte.

Bei der Gamsblut Hütte  

Am Freitagmorgen zeigte sich der Grödener Himmel erneut wolkenlos, und so machte sich die  Gruppe "Die Vernünftigen" an die Umrundung des Langkofels. Vom Sellajoch aus führte der steile Aufstieg durch die Langkofelscharte zur Toni-Demetz-Hütte auf 2.681m. Nach dem doch etwas beschwerlichen Abstieg durch das Langkofelkar zwischen Langkofel und Fünffingerspitze,  trafen sie an der Langkofelhütte auf die Kameraden "Die Gemütlichen", die die Langkofelscharte per Korblift bewältigt hatten. Von dort ging es gemeinsam unterhalb der 1000m hohen Langkofelwände über den Ciaulongsattel zur Emilio-Comici-Hütte. Einige Jedermänner bestiegen noch den Gipfel des Ciampinoi, bevor der Steig durch die Felsblöcke der "Steinernen Stadt" zum Sellajoch zurückführte.

 

Für die 9 Mann starke Gruppe "Die Verwegenen" hieß das Tagesziel: Pisciadu-Hütte (2.585m) im Sella Massiv über die "Via Ferrata Pisciadu".Ab dem Einstieg über eine 40m hohe Wand unterhalb des Grödner Jochs, führte die Route durch große Felsblöcke zum eigentlichen Einstieg des meist begangenen Klettersteigs in den Dolomiten. Danach folgten einige steile, aber durch Eisenstifte und Klammern gut gesicherte Passagen, leicht überhängende Leitern, senkrechte Anstiege und Kamine und eine ausgesetzte Querung zur Schlüsselstelle, einer glatten Wand, die über Eisensprossen überwunden werden mußte. Immer wieder boten sich den Kletterern atemberaubende Tiefblicke auf die Grödner Joch-Strasse. Das Highlight des Klettersteiges war eine Hängebrücke über die Schlucht zwischen dem Exner- und dem Brunecker Turm , bevor die Bergsteiger über einen leichten Anstieg die Hütte erreichten. Nach ausgiebiger Rast wurde der Rückweg durch das wilde, steile Val Setus angetreten.

 

                                                         Im Klettersteig                                                                                                              Gipfel Cima Pisciadu 2.985m

Durch dieses Val Setus bewältigten zwei Jedermänner aus der Gruppe den teilweise drahtseilgesicherten und mit Steighilfen ausgestatteten Anstieg über 700 Höhenmeter zur Pisciadu-Hütte. Weitere 400 Höhenmeter waren es dann noch, vorbei am Bergsee, über  kurze teilversicherte Passagen und den zerklüfteten Südrücken mit Einser-Kletterei,  zum 2.985m hohen Gipfel des Cima Pisciadu. Dort bekamen die beiden das überwältigende Panorama der umliegenden Dolomitengipfel geboten: Piz Boe, Marmolada, Langkofelgruppe, Rosengarten, Geislerspitzen und und und....  Der Abstieg vorbei an der Pisciadu-Hütte, dann hinunter ins Mittagstal mit seinen steil aufragenden Felswänden und zurück zum Parkplatz, zog sich ziemlich in die Länge, so dass die Gipfelstürmer nach  8 1/2 Stunden wieder den Ausgangspunkt der Tour erreicht hatten.

Über Nacht hatte sich das Wetter verschlechtert und so starteten die Steinhilber Jedermänner am Samstagmorgen bei wolkenverhangenem Himmel, aber angenehmen Temperaturen zu ihrer gemeinsamen Tour durch das Langental zur Puez-Hütte im Naturpark Puez-Geisler. Diese wurde nach über 3-stündigem Aufstieg über 900 Höhenmeter auf  2.475m erreicht. Inzwischen ließ sich ab und zu die Sonne wieder blicken und gestattete immerhin eine eingeschränkte Aussicht zum Sellamassiv und zum Langkofel hinüber. Über den Rundweg durch steile, großteils grüne von senkrechten Felsen überragte Hänge mit kleinen Wasserfällen, stiegen die  Bergkameraden wieder hinunter in den Talschluss des Langentales, wo sie bei der Almhütte La Ciajota unterhalb der Ruine Wolkenstein noch eine kleine Rast einlegten.

                          TSV-Jedermänner bei der Puez-Hütte  

An den Abenden nutzten die Steinhilber Jedermänner den Wellnessbereich des Hotels und ließen sich von der Südtiroler Küche verwöhnen. Bei einem Glaserl Wein ließen sie die  Tageserlebnisse Revue passieren und  waren sich einig: Auf ein Neues im nächsten Jahr - Der Berg ruft!

Die Rückfahrt auf die Alb am Sonntag, führte über den Brenner und den Arlbergpass mit traditioneller Einkehr im Hotel Post in Stuben.

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